| Die Burg Neidenstein |
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Nicht zu Unrecht wird Neidenstein die "Perle des Schwarzbachtals" genannt. Die Halbruine des Hochschlosses und das Fachwerkgefüge der Vorburg bieten sowohl zur bunten Herbstzeit als auch besonders während der Kastanienblüte einen unvergesslichen Anblick. Vermutlich an der Stelle einer alten Fliehburg wurde um die Mitte des 13. Jahrhunderts die Burg zur wehrhaften "Veste" ausgebaut. Die alte Wehrburg mit dem breit ausgehobenen Halsgraben bestand aus der drei Meter dicken und elf Meter hohen Schildmauer, der 16 Meter hohen Südmauer, dem 25 Meter hohen Bergfried und dem Zwinger, der die damalige Vorburg mit ihren Wirtschaftgebäuden und Stallungen umfaßte. Die Wehrburg war damals eine reichsunmittelbare "Sperrveste". Aus Reichsbesitz ging die Burg über in das Lehen des Kraichgauer Rittergeschlechts von Venningen. Die neuen Burgherren entwickelten eine rege Bautätigkeit, vor allem unter Eucharius von Venningen. Es entstanden die mittelalterlichen Rundtürme und der Palas mit Rittersaal, Kapelle und den beiden wunderschönen Erkern. Burg Neidenstein ist offensichtlich weder in den Kriegen des 16. noch des 17. Jahrhunderts zerstört worden. Erst als Karl Philipp von Venningen mit seine Gemahlin Anna Maria geb. von Hutten ins barockisierte Wasserschloss Eichtersheim zog, wurde es dem allmählichen Verfall preisgegeben. 1897 und dann wieder 1961 wurden Sicherungsmassnahmen durchgeführt und vor allem der vordere Palas wieder bewohnbar gemacht; damals, nach dem Krieg, kehrte auch der linke Erker des Rittersaals wieder an seine ursprüngliche Position zurück. Die Burg ist im Privatbesitz der Familie von Venningen und kann nur bedingt besichtigt werden. Die Kernburg ist bewohnt, im „Jägerhaus“ in der Vorburg unterhalb der Burg ist seit 1994 ein Heimatmuseum. Die Burganlage wird für Kulturveranstaltungen und Burgkonzerte der örtlichen Vereine genutzt. Hier finden Sie die Burg Neidenstein
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