Das Eisinger Loch

Das Neue und das Alte Eisinger Loch sind zwei Einsturzdolinen nordöstlich von Eisingen, auf dem Gebiet der Gemeinde Neulingen.

Das alte Eisinger Loch brach im Jahre 1527 ein und ist heute 21 m tief und 43 m lang. Es entstand dadurch, dass sich in tieferen Schichten des Muschelkalks Salzeinlagerungen auflösten. Das Gestein darüber brach ein. Das alte Eisinger Loch kann begangen werden. Man gelangt über eine steile Steintreppe mit Geländer zum Boden des Loches und kann die verschiedenen Schichten des Muschelkalks wie in einem Steinbruch betrachten. Es ist jedoch Vorsicht geboten, da sich trotz Kontrollen durch die Gemeinde immer wieder Steine lösen.

Das neue Eisinger Loch entstand erst 1966 und war ursprünglich 47 m tief. Inzwischen füllt sich das Loch mit den von den Seiten herabfallenden Steinen und leider auch mit Zivilisationsmüll. Die Öffnung misst etwa 7 m. Im neuen Eisinger Loch ist deutlich zu erkennen, dass der Einbruch in einer geotektonischen Störungszone liegt. Auf der einen Seite liegen Schichten des Keuper obenauf, auf der anderen Seite die viel älteren Schichten des Muschelkalk. Das heißt, das Gebiet auf der einen Seite der Verwerfung ist vor langer Zeit bereits tiefer gesackt, so dass Gesteinsschichten aus der gleichen Entwicklungszeit in verschiedener Höhe liegen. Das Vorhandensein dieser Verwerfung hat vermutlich den Einbruch des Loches begünstigt.

Beide Geotope bilden eine eindrucksvolle Karstformation und sind seit 1985 als Naturdenkmal ausgewiesen.

Um das Eisinger Loch ranken sich eine Reihe von Sagen.

Das Einsinger Loch ist nur zu Fuss/per Fahrrad ereichbar. Einen Wandervorschlag finde Sie hier.

Hier finden Sie das Eisinger Loch

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