Die Rennweghohle bei Zeutern Drucken E-Mail

Bei der Rennweghohle nordöstlich von Zeutern handelt es sich um einen Lösshohlweg, der ca. 600 m lang und bis 6 m tief eingeschnitten ist. Er gilt als einer der schönsten und am besten erhaltenen Lösshohlwege des Kraichgaus. Vom nahegelegenen Punkt Rotes Kreuz hat man einen eindrucksvollen Ausblick auf die vielgestaltige Kulturlandschaft des Kraichgaus.

Der Weg war einst eine wichtige Verkehrsader zwischen den Ortslagen Zeutern und Östringen. Noch vor dem 2. Weltkrieg wurde der Hohlweg täglich durch viele Menschen durchquert, entweder zu Fuß oder mit Fuhrwerken. So blieben sowohl die Sohle als auch die Seitenwände nahezu vegetationsfrei. Erosionsbedingte Abbrüche an den Hohlwegflanken wurden in Handarbeit rasch beseitigt. Die zunehmende Motorisierung in den 1950er Jahren ließen die historisch gewachsene Verkehrsverbindung schnell in Vergessenheit geraten.

Von den Flurbereinungsmaßnahmen zunächst verschont, diente die Rennweghohle in den 1960er Jahren als "wilde Deponie" für Bauschuttt und Müll aller Art. Erst Mitte der 1980er Jahre wurden die illegalen Ablagerungen unterbunden und der untere Bereich des nahezu verfüllten Hohlwegs wieder freigelegt. 1992/93 schließlich konnte auch der obere, westliche Teil wieder begangen werden, nachdem 4.000 qm von Bauschutt und Hausmüll durch schweres Gerät beseitigt wurden.

Auf den Hangschultern der Rennweghohle wachsen bunt blühende Halbtrockenrasen. Es ist der typische Lebensraum des Kleinem Wiesenknopfs, der Rundblättrigen Glockenblume und des Feld-Thymians. Hinzu gesellen sich seltene Pflanzenarten wie Gelber Zahntrost, Frühlings-Fingerkraut, Gefranster Enzian, Dost und Kalk-Aster.

Hier finden Sie die Rennweghohle

Weiterführende Links/Quellen

verlag regionalkultur

Themenpark Umwelt Baden-Württemberg

 
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