| Hohlwege im Kraichgau |
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Interessante Hohlwege im Kraichgau
So entstanden die HohlwegeDie typischen Hohlwege des westlichen Kraichgau entstanden aus Feld- und Gemeindeverbindungswegen, auf denen einst die Bauern mit Ochsen- und Pferdekarren lang zogen. Dadurch lockerte sich der Lehmboden (Löß) und konnte sich durch Erosion, hauptsächlich durch die Einwirkung von Regenwasser, um teilweise mehrere Meter absenken.Ein häufig benutzter Lößweg konnte bereits nach wenigen Jahrzehnten mehrere Meter tief ausgewaschen sein. Die Bedeutung für Flora und FaunaHohlwege sind Biotope ganz besonderer Art. An schattigen Stellen finden sich Farne, Moose und Flechten, an Sonnenstandorten wachsen Thymian, Habichtskraut und Beifuß. An Sträuchern finden sich Weißdorn und Holunder. Aber auch für die Tierwelt sind Hohlweg ein idealles zu Hause. Dachse, Füchse und Igel fühlen sich hier ebenso wohl, wie Fledermäuse, Marder und natürlich Mäuse. Für Vögel, wie beispielsweise Meisen, Finken und Rotkehlchen dienen Hohlwege als Bruträume. Kleinere Bewohner von Hohlwegen sind Bienen, Wespen und andere Insekten. Um Hohlwege ranken sich Mythen und Legenden"Durch diese hohle Gasse muß er kommen". Nicht nur bei Schillers "Wilhelm Tell" spielt ein Hohlweg eine dramatische Rolle. Auch um Kraichgauer Hohlwege ranken sich Geschichten und Legenden. In der Tiefelterhohle bei Zeutern soll im Polnischen Erbfolgekrieg 1773 ein französischer Trupp eingeschlossen und so blindwütig niedergemetzelt worden sein, daß das Blut der Soldaten in Strömen den Hohlweg hinunterfloss. In der Hohlgasse zwischen Wiesloch und Baiertal soll ein dreifüßiger Hase sein Unwesen treiben. Weiterführende Links/QuellenBücher & mehr rund um die Region |





