Schloss Gemmingen Drucken E-Mail
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Gemmingen, der namensgebende Ort der freiherrlichen Familie von Gemmingen, hatte drei Schlösser, von denen sich aber nur das Unterschloss erhalten hat. Es liegt wohlerhalten nahe der Kreuzung der Durchgangsstrassen hinter niedrigen Mauern am Ende eines heute öffentlichen Schlossparks. Es ist ein hoch aufragender dreigeschossiger Renaissancebau mit mächtigem Satteldach, angelehntem Treppenturm mit fliegender Spindel und zweistöckigem Erker zum Hof. Dahinter noch ein niedriger Rundturm aus dem Jahr 1520 von der Vorgängeranlage.

Auf den ersten Blick erscheint das Schloss schlicht und einfach, ohne hervortretende Bauplastik. Bei näherem Hinsehen aber gefallen das feinsinnige Beschlagwerk und die edlen Fensterprofile des Erkers, insbesondere aber das Prunkportal von 1592; es ist schlichtweg der Höhepunkt reichsritterlicher Bautätigkeit im Kraichgau der Renaissance. Das Rundbogenportal wird gerahmt von einer Tempelchen-Architektur aus kannelierten Säulen mit vorstehenden Tier- und Menschenmasken.

Im Hof, an die Wände der Außenmauern angelehnt, stehen zahlreiche Grabplatten und Denkmäler der Gemmingen, ihrer Frauen und Kinder; sie reichen von der Gotik (1350) bis ins Barock. Am beeindruckensten sind die kleineren Grabplatten der Kinder. Sie künden von der hohen Kindersterblichkeit in jener Zeit.

Hier finden Sie das Schloss Gemmingen

Weiterführende Links/Quellen

verlag regionalkultur

 
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