| Burg Obergrombach |
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Die Burg Obergrombach ist ein liebenswertes Beispiel für das harmonische Zusammenleben mittelalterlicher Burgen- und neuzeitlicher Schloßarchitektur. Aus dem Jahr 791 datiert die erste Erwähnung von Grombach, Ortsadel wird 1207 unde 1276 genannt, die Burg selbst aber scheint erst 1357 im Licht der Geschichte auf, wenngleich sie sicher viel älter ist. Um diese Zeit kam sie an das Bistum Speyer, und nicht selten hielten sich hier die Bischöfe von Speyer auf, so Bischof Johann II. von Enzberg, der auf den bischöflichen Stuhl verzichtet hatte, von 1464 bis 1467 in unfreiwilliger Zurückgezogenheit. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Obergrombach mehrfach belagert und auch eingenommen. Bemerkenswert ist die Rückeroberung der Burg durch den streitbaren Bischof Philipp von Sötern, der von Udenheim (heute Philippsburg) aus mit 700 Bewaffneten die protestantischen Truppen des Herzogs von Mansfeld wieder aus seiner katholischen Burg vertrieb. Unter Kardinal-Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn wurde 1720 das untere Schloß auf den Grundmauern der Vorburg erbaut. Es diente ihm und seinen Nachfolgern bis 1803 als Sommerresidenz. Daran erinnern die Gartenobelisken mit dem Schönbornwappen. Nach dem Anfall an Baden waren Burg und Schloß erst in bürgerlichen Händen, 1854 kamen Sie an Leopold von Holzing, 1865 an Graf Ferdinand Normann von Ehrenfels, die das Schloß romantisierend ausbauten und dem Zeitgeschmack gemäß einrichteten. 1885 ging sie an die Familie von Bohlen und Halbach, die es bewohnt und liebevoll pflegt. Die Burg ist heute Ruine. Auf ovalem Grundriß besteht die relativ kleine Anlage aus einer hohen Mantelmauer, gegen das Angriffsgelände zur Schildmauer verstärkt und einem quadratischen Bergfried. Fast rundum umgibt die Kernburg ein Zwinger mit zwei quadratischen und einem runden Schalenturm. Anstelle der südlich vorgelagerten Vorburg erheben sich heute die Schloßgebäude um den unteren Burghof, das Hauptgebäude, die Stallungen und dazwischen das malerische Torhaus mit Treppentürmchen. Hier finden Sie die Burg Obergrombach
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